Am 21.02.2025 bestiegen 46 SchülerInnen der Elisabeth-Belling-Gesamtschule den Nachtbus in Richtung Zillertal. Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht auf der Autobahn, inklusive Mitternachtssnack im Szenelokal „Zur goldenen Möwe“, erreichte die Gruppe pünktlich um 6 Uhr morgens die Unterkunft.
Nach einem zünftigen Frühstück und einer kurzen Erholung fuhren schon die gut gelaunten Mitarbeiter des Ski- und Snowboardverleihs vor und luden massenhaft Bretter aus. Um den lieblichen Duft der Leih-Snowboardstiefel und Skischuhe aus der feinen Nase zu vertreiben, gab es erst einmal eine wärmende Suppe. Die Stärkung half auch bei der anschließenden 4,5 km langen Wanderung ins Tal, um einen ersten Blick auf die Gondelstation zu werfen und die Liftkarten abzuholen.
Die abgewanderten Kalorien wurden glücklicherweise sofort wieder bei einem zünftigen Abendessen mit Leberkäse und Ei aufgefüllt – eine willkommene Hilfe für die SchülerInnen, um den anschließenden Kampf des Bettbeziehens für sich zu entscheiden.
Frisch ausgeruht ging es am nächsten Morgen ohne Umschweife auf 2.050 m hoch ins Skigebiet – zur Erleichterung mancher TeilnehmerInnen mit der Gondel und nicht zu Fuß. Oben angekommen, bot sich ein atemberaubender Blick bei schönstem Sonnenschein. Nach einer Erwärmung ging es für die Anfänger zunächst auf den Anfängerhügel, um erste Erfahrungen auf den Brettern zu sammeln. Die fortgeschrittenen TeilnehmerInnen erkundeten bereits die ersten Pisten und fuhren sich so den Rost aus den Gliedern. Am Ende des ersten Tages waren viele Boarder und Skifahrer um wertvolle Erfahrungen, blaue Flecken und brennenden Muskelkater reicher.
Doch auch kleinere Blessuren konnten die SportlerInnen nicht davon abhalten, die nächsten Tage in der Sonne zu nutzen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Kulinarische Köstlichkeiten wie Schweinebraten, Nudelbuffet, selbstgemachte Pizza und Burger sowie ein deftiger Grillabend sorgten für die nötige Kraft, um jeden Tag aufs Neue anzugreifen und die Pisten unsicher zu machen. Wer es zu bunt trieb, musste sich bei den abendlichen Treffen im Aufenthaltsraum auf eine Nominierung zur „Pistensau“ gefasst machen. So wurden kleinere Vergehen – wie das Rausfallen aus Schleppliften oder das Umfahren anderer TeilnehmerInnen – auf einer Warnweste festgehalten, um vor den „Jungen Wilden“ zu warnen.
Im Laufe der Woche kam man dann noch einmal in den Genuss von Neuschnee. So wurden die ersten Abfahrten zu einem berauschenden Erlebnis, bei dem der Puderschnee unter den Brettern die Fahrt fast wie auf Wolken erscheinen ließ. Neben den sportlichen Erfolgen und Fortschritten lernten die SchülerInnen auch andere wichtige Dinge – zum Beispiel, dass man bei einem Sturz eher nicht bis ins Tal rollt oder dass ein missglückter Einstieg in den Sessellift mit anschließendem Limbo vom österreichischen Liftpersonal eher weniger gern gesehen wird.
Am abschließenden Abend mussten die Frischlinge bei der Skitaufe noch den Ski- und Snowboardgöttern huldigen und brachten ihren Dank mit selbst erstellten Disstracks über die betreuenden Lehrkräfte zum Ausdruck. Am Samstagmorgen ging es dann mit tollen neuen Eindrücken, kleinen blauen Flecken und krass trainierten Beinen zurück in die Heimat.
Ein besonderer Dank geht an die Organisatoren Herrn „Boardpapst“ Jütte und „Skiguru“ Huber sowie natürlich an das Personal des Wirtshauses für ihre Kochkünste und ihre Geduld mit verschlafenen SchülerInnen.
