Am 22.01. um 13:35 Uhr ertönte der erlösende Pfiff, und der Jubel kannte keine Grenzen! Zum ersten Mal in der Schulgeschichte gewann die Mannschaft der EBG eines der großen drei Hallenturniere und krönte sich vor heimischem Publikum zum Champion.
Doch von vorn: Der sechste Halbzeit-Cup bot wieder jede Menge Spannung, hochkarätige Spiele und eine überragende Kulisse. Insgesamt fanden zehn Teams den Weg in die Turnhalle Nord und wollten sich die Hamelner Schulkrone aufsetzen. In zwei Gruppen kämpften die Mannschaften um den Einzug ins Halbfinale.
In Gruppe A setzte sich die EBG um Ausnahmespieler Lloris Osmani souverän durch und kassierte lediglich eine Niederlage gegen die stark aufspielende Spielgemeinschaft der Max-Born-/Herderschule. Dabei musste das rotierende Torhütergespann um Ermac Bocicovar und Gian Heblik in der gesamten Gruppenphase nur einmal hinter sich greifen. Lediglich die geringere Anzahl erzielter Tore bremste die hoffnungsfrohen Max-Borner am Ende aus, sodass das Humboldt-Gymnasium als Gruppenzweiter letztlich verdient in die Hauptrunde einziehen durfte. Die Vorjahressieger des AEG und die Mannschaft aus dem Hummehtal aus Aerzen blieben ohne Chance und mussten frühzeitig die Heimreise antreten.
Auch Gruppe B blieb extrem spannend. Während das Schiller souverän den Gruppensieg markierte, musste auch hier das Torverhältnis entscheiden und ließ die Theodor-Heuss-Realschule mit einem Tor Vorsprung vor den hochgehandelten Salzhemmendorfern ins Halbfinale einziehen. Die Pestalozzischule und die Kicker der Johann-Comenius-Schule aus Emmerthal boten einen großen und fairen Kampf, mussten sich dennoch mit Platz vier und fünf in der Gruppe zufriedengeben.
Im Halbfinale setzten sich die EBGler mit Luke Müller und Arman Fejzic souverän gegen die Theodor-Heuss-Realschule durch. Im zweiten Halbfinale ließen die Schilleraner gegen das Humboldt-Gymnasium ebenfalls nichts anbrennen. Das Humboldt-Gymnasium stellte anschließend seine Favoritenrolle nochmals unter Beweis und behielt im Spiel um Platz drei die Oberhand.
Im Finale sahen die Zuschauer lange Zeit ein taktisch geprägtes Spiel, in dem beide Seiten Angst vor Fehlern hatten. Doch dann fasste sich Torjäger Lloris Osmani ein Herz und schloss zum 1:0 ab. Diesen Vorsprung brachte man dann dank einer starken Abwehrleistung von Miron Leka und Mika Sievers über die Zeit.

Der Titelfluch war damit besiegt, und Coach Ranke war sichtlich erleichtert:
„Die Jungs haben vor Jahren schon an der Spitze gekratzt und haben sich und die Schule für die vergangenen Jahre endlich mal belohnt. 14 Spieler standen heute im Kader, und keiner hat gemeckert, wenn er nur wenige Minuten gesehen hat. Das war eine Einheit – und nur dann kann man so einen Titel auch holen. Da müssen die Egos hinten anstehen. Natürlich wollen davon auch zwölf im Sturm spielen. Und auch wenn Denny (Bonhagen, Anm. der Redaktion) als Toptorschütze des Turniers einen großen Anteil hat, haben wir dieses Turnier in der Defensive gewonnen. Und da muss man Noar Hoxar ein Sonderlob ausstellen. Wenn der Junge fit ist, kommt da keiner vorbei. Eine solch saubere Zweikampfführung macht es dem Rest der Mannschaft einfacher. Und wenn es doch mal brennt, waren da ja noch die beiden Jungs im Tor mit überragenden Leistungen. Kein Wunder, dass Ermac verdientermaßen als Bester Schlussmann ausgezeichnet wurde. Und die jüngeren Spieler dürfen nächstes Jahr noch einmal ran und haben schon wichtige Erfahrungen gesammelt!“

Ein Sonderlob gab es auch für das Schiedsrichter-Trio um Tjark Heinze (ehemals Vikilu), Lukas Bergherr und Lennon Eaglestone (beide EBG). Alle drei Schiedsrichter überzeugten mit einer erstklassigen Spielführung, und besonders Newcomer Lennon Eaglestone eroberte mit seiner souveränen Art die Herzen der Fans. Das musste auch Coach Ranke anerkennen:
„Also die Schiedsrichter sind hier heute die Sieger und haben Werbung für ihr Fach betrieben. Lennon ist in der siebten Klasse und leitet hier Spiele, als stünde er samstags in der 1. Liga auf dem Platz!“

Zu der Frage, ob ihn der Druck der EBG-Führung, auch mal ein großes Turnier zu gewinnen, belastet habe, antwortete der Coach gewohnt mit einem Augenzwinkern:
„Ich mache das jetzt seit acht Jahren, und das steht ja schon für Kontinuität. Aber irgendwann fragt man sich natürlich auch, ob man noch der Richtige ist, ob die Impulse noch passen, ob nicht alles etwas eingefahren ist … Letzten Endes habe ich die Kabine aber scheinbar nicht verloren. Natürlich werden mit solchen Titeln die Anforderungen nicht sinken, aber jetzt genießen wir erst mal diesen Erfolg! Wir werden uns zeitnah zusammensetzen und am Tegernsee alles analysieren, und dann gucken wir, was der Vorstand unter Raschid (Ranné, Anm. der Redaktion) dazu sagt. Bis dahin werden die Medien ihre Geschichten schreiben und meinen Namen wieder bei allen großen Clubs ins Spiel bringen. Und wer weiß, was die WM noch bringt und wie sich Julian (Nagelsmann, Anm. der Redaktion) dann entscheidet. So eine Herausforderung könnte ich mir auch mal vorstellen.“
Ein Dank geht an die Unterstützung durch die Sani-AG, den Verkauf der SV sowie die Helferinnen und Helfer drum herum. Außerdem bedanken wir uns für die Bereitstellung der Preise durch den Förderverein!
