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Jeder Deutschlehrer sieht sich tagtäglich mit der Hürde konfrontiert, bei interessierten und gelangweilten Schülerinnen und Schülern gleichermaßen ein Interesse für ihre Sprache zu wecken, dem allgemeinen Verlust an Sprachniveau entgegenzuwirken und ihnen ein Hineinwachsen in die literarische Kultur zu ermöglichen. Zusätzlich betont die Voraussetzung sprachlicher Fähigkeiten für alle anderen Fächer die Notwendigkeit, die Schülerinnen und Schüler in den Techniken Lesen, Sprechen, Hören und Schreiben fortwährend zu motivieren und diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der Fachbereich Deutsch stellt für dieses Unterfangen einen organisatorischen Rahmen, in dem versucht wird, den Spagat zwischen den rechtlichen und kompetenzorientierten Vorgaben sowie den pädagogisch-didaktischen Freiheiten der Lehrkräfte und den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler zu realisieren.
Um eine gewisse Leidenschaft für Sprache und Literatur zu entwickeln, wird an der Elisabeth-Belling-Gesamtschule unter anderem Wert darauf gelegt, Schülerinnen und Schüler für das szenische Schreiben oder das darstellende Spiel zu begeistern, immer verbunden mit den Zielen der Förderung des Selbstbewusstseins und der Wertschätzung der eigenen kreativen Umsetzung literarischer Texte. Genauso wichtig ist die Erfahrung von Lesefreude, die an unserer Schule durch Aktionen rund ums Buch verwirklicht wird. So wird versucht, die Schülerinnen und Schüler durch Projektwochen, den Vorlesetag und den Vorlesewettbewerb an einen attraktiven Lesestoff heranzuführen und das Lesen nachhaltig zu fördern. Laut Kafka ist dieses Ziel vortrefflich zu erreichen, wenn wir "nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen".
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Religion
An der Elisabeth-Belling-Gesamtschule wird für alle christlichen Schülerinnen und Schüler sowie für alle, die sich für Glaubensfragen interessieren, das Unterrichtsfach "Religion" angeboten. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am Religionsunterricht ihrer eigenen Konfession teil. Es gibt also evangelischen und katholischen Unterricht (und alternativ das Unterrichtsfach "Werte und Normen": siehe unten). Wir arbeiten immer eng zusammen und behandeln parallel die gleichen Themen, lernen aber gleichzeitig auch den Standpunkt unserer eigenen Konfession kennen und ihn zu entwickeln.
"Suchen und fragen, hoffen und seh'n, miteinander glauben und sich versteh'n ..." Der Text dieses alten Segensliedes könnte das Motto unseres Religionsunterrichts sein. Hier denken wir gemeinsam über wichtige Fragen nach, die jeden einzelnen von uns betreffen, beispielsweise "Was hat Glaube mit meinem Leben zu tun?", "Wer ist Gott und wie kann ich ihn erfahren?", "Was ist der Sinn des Lebens?", "Wie kann ich glücklich werden?", "Was kommt nach dem Tod?" sowie "Welche Bedeutung kann die Bibel für mich haben?".
Um solche Fragen aufzuarbeiten, nutzen wir verschiedene ganzheitliche Methoden. Wir erarbeiten Rollenspiele, entwerfen Plakate, drehen Erklärvideos (siehe unten), erzählen Geschichten mit Gestaltungsmaterialien, bauen Standbilder u.v.m. Wir besuchen auch Kirchen, Ausstellungen und laden Expertinnen und Experten zu uns ein. In Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen in der Nordstadt gestalten wir ökumenische Schulgottesdienste und machen beim Verkehrsgottesdienst mit. Mit sozialen Projekten helfen wir Menschen, die in Not sind. Auf diese Weise lernen die Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht nach und nach, sich in religiösen Fragen zu entscheiden und Orientierung zu finden.
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Werte und Normen
Das Unterrichtsfach "Werte und Normen" (WuN) hat folgende Aufgaben: Vermittlung des Verständnisses für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen, Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religiösen Fragen, Erweiterung der religionskundlichen Kenntnisse. Im WuN-Unterricht werden weder ein unreflektierter Wertekanon weitergegeben oder den Lernenden auferlegt noch definitive Antworten auf Fragen gegeben. Es werden vielmehr Wahrheits- und Geltungsansprüche überprüft und reflektiert. Somit wird durch die Reflexion und die Erweiterung der Denkansprüche und durch die Erschließung von neuem Wissen Toleranz geübt – Toleranz, die ermöglicht und erleichtert, miteinander und voneinander zu lernen.
Fünf Kernfragen machen den Kern des Faches aus und geben die Aufgabenfelder vor, die in vielschichtigen Themen im Unterricht thematisiert, reflektiert und überprüft werden:
- Die Frage nach der Welt und dem Heiligen (Vermittlung des Zugangs zu religiösen Fragen)
- Die Frage nach dem Menschen (Wer bin ich? Was ist der Mensch? Was zeichnet den Menschen besonders aus?)
- Die Frage nach dem richtigen Handeln (Was soll ich tun?)
- Die Frage nach der Wahrheit (Was kann ich wissen?)
- Die Frage nach der richtigen Ordnung (Verhältnis von Individuum und Gesellschaft)
Zudem sind die in Werte und Normen thematisierten Gegenstände von grundsätzlicher Bedeutung für andere Unterrichtsfächer. Besonders hervorzuheben sind Gesellschaftslehre, Deutsch und Religion.
Um dem Unterrichtsfach "Werte und Normen" auch einen praktischen Zugang zu ermöglichen, sind außerschulische Lernorte für die Vertiefung der Unterrichtspraxis vorgesehen. Einige Beispiele: Besuch der buddhistischen Pagode Viên Giác in Hannover, der Suchtberatungsstelle Hameln, des hinduistischen Tempels Sri Muthumariamman in Hannover, einer Moschee und einer jüdischen Gemeinde in Hameln. Dazu kommen die Caritas, Amnesty International, die Paritätische Lebenshilfe und ein Hospiz.
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Der Fachbereich Arbeit–Wirtschaft–Technik (AWT) setzt sich aus den Teilbereichen Haushalt, Wirtschaft und Technik zusammen. Eine der Aufgaben dieses Bereiches ist es, die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Entwicklung zu wirtschaftlich handelnden Personen zu unterstützen. Sie sollen sich dabei nicht nur ihrer Rolle als verantwortungsbewusster und reflektierter Konsument bewusst werden, sondern sich auch zunehmend als zukünftiger Erwerbstätiger sehen. Hierzu wird den Schülerinnen und Schülern eine haushaltsbezogene, ökonomische und technische Grundbildung vermittelt. Die zu erreichenden Kompetenzen umfassen neben der Berufs- und Studienwahlkompetenz auch theoretische und praktische Fähigkeiten.
In den Jahrgängen 5 bis 7 werden die Teilbereiche Haushalt/Textil und Technik/Werken zweistündig unterrichtet. Hierbei lernen die Schülerinnen und Schüler den Haushalt mit dem Schwerpunkt Küche, die Ernährungslehre sowie Textilien kennen. Im Bereich Technik/Werken geht es um die Werkstoffe Holz und Metall und deren Werkzeuge. Die Fächer Hauswirtschaft und Informatik können zudem in den Wahlpflichtkursen angewählt werden. Ab dem Jahrgang 8 erwerben die Schülerinnen und Schüler ökonomische Kompetenzen in den folgenden Themenfeldern:
- Verbraucher und Erwerbstätige im Wirtschaftsgeschehen
- Ökonomisches und soziales Verhalten im Unternehmen
- Aufgaben des Staates im Wirtschaftsprozess
- Ökonomisches Handeln regional, national und international
Ab dem Jahrgang 9 wählen die Schülerinnen und Schüler zweistündige Profile, die zum Teil ebenfalls dem Fachbereich AWT zuzuordnen sind. Hierbei stehen Wirtschaft, Technik, Gesundheit und Soziales sowie Textil–Nähen zur Wahl. Im Bereich Technik kooperiert die Elisabeth-Belling-Gesamtschule mit der Eugen-Reintjes-Berufsschule. Ein besonderer Schwerpunkt des Fachbereiches AWT ist die Berufsorientierung.
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Sicherlich haben Sie sich auch schon die Frage gestellt, was eigentlich Geschichte, Politik und Erdkunde miteinander verbindet. Der Unterricht im Fach Gesellschaftslehre (GSL) versucht hierauf eine Antwort zu geben, indem er die Schulfächer Geschichte, Politik und Erdkunde zusammenfasst, um so einen umfassenden Blick auf die Entwicklung der Erde und der Menschen, die sie bewohnen, zu geben. Je nach Jahrgangsstufe und Thema geschieht dies mit unterschiedlichen geschichtlichen, gesellschaftlichen und räumlichen Fragestellungen.
In der fünften Jahrgangsstufe erkunden die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Umgebung ihrer neuen Schule und gehen der Frage nach, wer eigentlich welche Aufgaben in der Schule übernimmt und wie sich die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung des Schullebens einbringen können. Wie wichtig diese Möglichkeit der Mitbestimmung für das Zusammenleben in einer Gesellschaft ist, erfahren die Schülerinnen und Schüler in den darauffolgenden Schuljahren. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Merkmale alter Kulturen, erkennen und hinterfragen die Bedeutung der natürlichen Ressourcen für das Leben und die Entwicklung der Menschen in verschiedenen Regionen der Erde. Sie hinterfragen dabei mögliche Ursachen gesellschaftlicher sowie kultureller Unterschiede, um so das Leben in für sie fremden Kulturen verstehen zu können. So erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler schrittweise ein umfassendes Wissen historischer, politischer und geographischer Zusammenhänge, die das Miteinander der Menschen zu ihrer Zeit bzw. in ihrer Gesellschaft prägten und bis heute bestimmen. Auf der Grundlage dieses Wissens werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, gesellschaftliche Strukturen und die damit verbundenen Herausforderungen für das Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft zu erkennen und Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln zu ziehen.
In der Oberstufe werden Geschichte, Politik–Wirtschaft und Erdkunde gemäß den Vorgaben des Niedersächsischen Kultusministeriums separat unterrichtet. Eine fachübergreifende Zusammenarbeit findet im Kollegium gleichwohl statt.